Schwäbischer
Albverein e.V.

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Ortsgruppe
Neuhausen / Fildern

17.07.2003

Artikel für's Blättle bis sonntags, 18:00 Uhr an:
mitteilungsblatt@albverein-neuhausen.de

Nachruf

Der Schwäbische Albverein Ortsgruppe Neuhausen trauert um sein verdientes Mitglied

Irmgard Frankenhauser

Sie war seit 1988 Mitglied der Ortsgruppe und von 1988 bis 2002 als Leiterin der Bastelgruppe im Ausschuss. Darüber hinaus war Sie über viele Jahre aktiv im Küchenteam der Schloss-Scheuer. Wir danken der Verstorbenen für Ihr Wirken in der Ortsgruppe. Wir werden Ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.Unser Mitgefühl gilt unserem Wanderfreund Willi und den Angehörigen.

Der Vorstand und Ausschuss


Neuhausen auf den Fildern feiert sein 850 jähriges Bestehen
und der Schwäbische Albverein ist mit dabei!

Liebe Albvereinsmitglieder - liebe Freunde des Albvereins,

in einem Umzug mit über 100 Gruppen engagiert sich die ganze Gemeinde in historischen Gewändern und Kulissen. Der Schwäbische Albverein Neuhausen beteiligt sich mit einigen Pferden, Pferdegespannen, einer zünftigen Bauernhochzeit und weiteren rund 50 Teilnehmern.

Viele Stunden intensiver Arbeit wurden in die Vorbereitung investiert. Wir möchten daher alle aktiven und passiven Albvereinsmitglieder, Freunde des Albvereins und auch alle nur an historischem Allerlei Interessierten zu einem Höhepunkt der 850-Jahrfeier der Gemeinde Neuhausen, dem Großen Historischen Umzug am Sonntag den 20. Juli um 14.30 Uhr durch den Ortskern von Neuhausen einladen. Weitere rund 2500 Akteure werden die Geschichte von Neuhausen plastisch und kurzweilig darstellen.

Der Albverein wird sich unter den Zugnummern 19, 20 und 21 präsentieren. Denjenigen, die meinen, schon während des erfolgreichen Theaterstücks "Bauern in Not" alle Kostüme gesehen zu haben, sei gesagt, dass die schönsten Gewänder zu Hause bleiben mussten.

Als einer der großen Teilnehmergruppen freuen wir uns auf Ihr Kommen! Lassen Sie sich also überraschen - sonst müssen Sie möglicherweise 50 Jahre auf etwas Vergleichbares warten.

Im Umfeld des Umzugs wird für das leibliche Wohl gesorgt, so dass keiner verhungern und verdursten muss.

Historischer Umzug am 20.07.

Nachdem schon ein großer Teil unserer Mitwirkenden sich beim Theaterstück Bauern in Not in Ihren tollen historischen Kostümen der Bevölkerung von Neuhausen zeigten, folgt nun der Höhepunkt mit dem historischen Umzug, am Sonntag den 20.07.2003 um 14.30 Uhr.

Alle Mitwirkenden treffen sich am Sonntag um 13 Uhr an der Schloss-Scheuer, von dort aus begeben wir uns dann zu unserem Aufstellungsplatz an der Adenauerstr. Ecke Spielplatz. Wir haben dort die Aufstellungsnummer 19 -21.

Wir nehmen dort folgende Aufstellung ein:

  • Schildträger (Österreichischer Einfluss)
  • Reitertruppe flankiert von den Landsknechten
  • Schlosserbauer (Kutsche)
  • Kaiser Maximilian (Kutsche)
  • Schildträger (Gerichtsbarkeit)
  • Galgen (Wagen)
  • Pranger
  • Volk Bauern, Mägde
  • Verschwender mit seinen Kindern
  • Schildträger (Bauernhochzeit)
  • Brautzug mit Gefolge

Wir wünschen allen Mitwirkenden, unseren Gästen und den Zuschauern viel Spaß und tolles Wetter.

Gruß Michael u. Wolfgang


Bauern in Not

Bei bestem Wetter, einer 30 Meter-Kulisse und mit herrlichsten Kostümen spielten die "nebenberuflichen" Schauspieler 3 gelungene Aufführungen dieses Theaterstückes im Ochsengarten.

Der Schwäbische Albverein konnte mit der Tanzgruppe und gut 2 Dutzend Statisten an diesem Stück farbig und beeindruckend mitwirken. Dank unserer umfangreichen Kostüme - die unter der Leitung von Inge Weiler entstanden - konnten wir eine riesige Bühne mit historischen Kleidern füllen helfen.

Ein Dank geht an die Tanzgruppe, allen Näherinnen, Helfern, Mägden, Knechten, Bauern, dem "einfachen Volk" und allen Gönnern, die zum Gelingen beigetragen haben. Wir werden diese Kostüme beim Umzug am 20.7. wiedersehen.

Der Vorstand


Fasnetsgruppe

Die Gruppenstunde am heutigen Abend steht ganz im Zeichen der 850-Jahr-Feier. Nach dem die noch offenen Fragen zum Umzug am Sonntag geklärt wurden, geht's an unseren Beitrag zur Best of Fasnet. Wir werden noch vor den Urlaubstagen mit dem Einstudieren unseres Beitrags beginnen.

Während den Schulferien fallen die Gruppenstunden aus. Von dieser Stelle wünsche ich Euch und eueren Familien einen erholsamen Sommerurlaub. Unsere nächste Gruppenstunde findet am 11. September statt.

Die im letzten Jahr eine Zeit lang erfolgreich durchgeführte, offene nicht organisierte Abendradtour, möchte ich wieder aufleben lassen. Nach dem Motto: wer da ist fährt mit; wohin und wie weit wird spontan entschieden. Treffpunkt ist jeweils mittwochs um 19 Uhr vor der Schloss-Scheuer.

Gruß, Wolfgang


Vorbesprechung 5-Tage Bergtour 10.-14.09.03

Am Do, 24.07., treffen sich um 20 Uhr alle interessierten Bergfreunde zur Vorbesprechung der 5-Tage Bergtour vom 10.-14. September in der Schloss-Scheuer. Wie bereits im Internet nachlesbar (www.albverein-neuhausen.de/archiv/wanderungen/wander00.htm), wollen wir in diesem Jahr in die Sextener Dolomiten und dort schöne Bergtage, u.a. auf Klettersteigen, rund um die Drei Zinnen erleben.

Über zahlreiche Teilnahme freut sich Bernhard Reckels


Radtour vom 22. - 27.06.03 auf den Spuren der Via Claudia Augusta

Am Sonntag, 22. Juni schwangen sich 15 Radler vom Albverein Neuhausen auf ihre Drahtesel und fuhren nach Plochingen, um mit der Bahn nach Donauwörth zu reisen.

Dort angekommen radelten wir in leichtem Auf und Ab, meist am Lech entlang, nach Biberbach zur Mittagsrast und anschließenden Besichtigung mit beeindruckender Führung der dortigen Wallfahrtskirche. Bei strahlendem Sonnenschein ging es weiter bis Augsburg - insgesamt 64 km an diesem Tag -, unserem ersten Quartier.

Abends führte uns Manfred Knechts Vetter profimäßig durch die Stadt der Fugger. Zentrum dort ist das prachtvolle Ensemble des Renaissance-Rathauses und des Perlachturms aus dem 17. Jh. Auch der romanisch-gotische Mariendom mit dem Bronzeportal war sehenswert sowie die Fuggerei, 1516 von Jakob Fugger dem Reichen gegründet für fleißige, schuldlos verarmte Augsburger Bürger. Sie ist die älteste Sozialsiedlung der Welt, bestehend aus 52 Häusern mit 147 Wohnungen. Die interessante Führung mit Toni endete dann im Keller beim "König von Flandern" mit einer zünftigen Brotzeit und Bier aus Spezialkrügen.

Am Montagfrüh 8 Uhr stand wieder ein Verwandter von Manfred bereit, um uns aus dem Straßenverkehr Augsburgs sicher hinauszugeleiten. Das Wasserwerk und der Eiskanal wurden noch bestaunt, ehe wir uns durch Felder und viele Wälder über Kaufering Landsberg am Lech näherten. Bewundernswert ist dort das gut erhaltene historische Stadtbild. In der Fußgängerzone findet man viele Cafes und Biergärten, die uns zum Verweilen einluden. Nachdem der Durst gestillt war, radelten wir weiter und erreichten nach 76 km gegen 18 Uhr Hohenfurch, die Pforte zum Pfaffenwinkel. Im Gasthof Negele fanden wir Unterkunft und genossen das wohlverdiente Abendessen mit gemütlichem Ausklang dieses Tages.

Anderntags stand Altenstadt auf dem Programm. Wir besuchten die romanische Basilika St. Michael, die als besondere Rarität beschrieben wird. Vor dem 12. Jh. erbaut ist sie die einzige ursprünglich erhaltene romanische Gewölbebasilika, an der die auf ganz Süddeutschland überschwappende Barockisierung still und heimlich vorüberging. Später erreichten wir Schongau. Heute noch zeugt die gut erhaltene Altstadt mit der nahezu vollständigen Stadtmauer von der einst blühenden Handelsstadt am Lechufer. Wir schoben unsere Fahrräder durch die Stadt, an der gotisch anmutenden Marktstraße und dem ansehnlichen Ballenhaus - dem Lager- und Rathaus - vorbei.

Unser nächstes Ziel war Steingaden mit der wiederum im romanischen Stil erbauten Kirche, das "Welfenmünster" genannt. Später fuhren wir zum kleinen Badeweiher von Litzau zur Mittagsrast mit Badeeinlage. Wir setzten die Fahrt fort auf einer Forststrasse, die durch Naturschutzgebiet führte. Als sich der Wald lichtete, sahen wir den Höhepunkt des Tages vor uns, nämlich das berühmteste Gotteshaus Bayerns, die Wieskirche. Von 1746 - 1754 wurde dieses Meisterwerk des Rokoko und UNESCO-Weltkulturgut von den Brüdern Zimmermann errichtet.

Nachdem wir uns vom Glanz der Wallfahrtskirche wieder losreißen konnten, radelten wir weiter zum höchsten Punkt unserer Tour am Fuße des Hohen Trauchberges. Belohnt wurden die Anstiege mit fantastischen Ausblicken auf die Ammergauer Alpen, und dann ging es fast nur noch bergab am Bannwaldsee vorbei, über Trauchgau, Halblech, Buching gen Füssen mit herrlichem Blick auf Hohenschwangau und Neuschwanstein. Nach 58 km Radstrecke erreichten wir Schwangau-Waltenhofen, wo wir die nächsten drei Tage wohnten.

Am Mittwoch ließen wir es gemütlicher angehen und starteten morgens erst gegen 9 Uhr nach Bad Faulenbach, zum Mittersee, Obersee, Alatsee, Weissensee, Hopfensee. Hier stürzte sich natürlich ein Großteil der Mannschaft in die Fluten. Zur Mittagsrast war dann der "Wiesbauer" eine gute Adresse. Gestärkt wurde die Rückfahrt angetreten, auf der uns ein kurzer Regen überraschte. So nahmen wir die Gelegenheit wahr, um im Musical-Theater von König Ludwig an einer interessanten Backstagetour teilzunehmen. Abends luden unsere Wirtsleute zum Grillfest ein, das uns sehr gelegen kam.

Donnerstags wurde der Forggensee umrundet. Bei wiederum strahlendem Sommerwetter fuhren wir gegen 9 Uhr nach Füssen. Unmittelbar am Alpenrand zu Füßen von Schloss Neuschwanstein auf 800 - 1200 m Höhe befindet sich Bayerns höchstgelegene Stadt. Der spätmittelalterliche Stadtkern mit Hohem Schloss und Kloster St. Mang beherbergt zahlreiche Kunstschätze und Baudenkmäler aus der fast 2000-jährigen Füssener Geschichte. Über Rieden, Roßhaupten, Lechbruck gelangten wir zum Schmuttersee, einem idyllischen Badesee, der uns zum rasten und baden einlud. Heimwärts kühlten wir im Hegratsrieder See nochmals die Füße und erreichten am Spätnachmittag wieder Waltenhofen.

Freitagfrüh trieb es nochmals einige Badefreudige an den Forggensee, der ja fast vor der Haustür lag, zu einem letzten Bad. Später radelten wir nach Füssen zum Bahnhof, wo unser Zug pünktlich 14.34 Uhr abfuhr. In Biessenhofen und Kempten klappte es mit dem Umsteigen wie am Schnürchen; da aber unser Zug leider verspätet in Ulm eintraf, sahen wir den Zug nach Plochingen gerade noch abdampfen, so dass wir mit zwei Stunden Verspätung zu Hause eintrafen.

Mit 334 km auf dem Tacho, alle gesund, munter, froh gelaunt, ohne Plattfuß und mit zahlreichen schönen Eindrücken bestückt, beendeten wir den 6. Tag unserer Radtour daheim im Stadion.

Marianne Fritton