Schwäbischer
Albverein e.V.

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Ortsgruppe
Neuhausen / Fildern

02.09.2004

Artikel für's Blättle bis sonntags, 18:00 Uhr an:
mitteilungsblatt@albverein-neuhausen.de

Achtung

Wegen Kurz-Urlaub meinerseits sind Mitteilungen für das Mitteilungsblatt der Kalenderwoche 37 bereits

spätestens heute,

Donnerstag, den 2. September bei mir abzugeben, oder direkt aufs Rathaus bei Frau Hornek,

1. Stock, Zimmer 105, hier spätestens dienstags 11 Uhr.

G.Takacs


FREIZEITTREFF

Am Montag, den 06.09. laden wir wieder zu unserem Freizeittreff um 14.30 Uhr in die Schlossscheuer ein.

Alle Damen und Herren die Lust und Laune haben, sind herzlich eingeladen.


Voranzeige:
Wanderführertreff in der Schlossscheuer am Freitag, 10. September

Am Freitag, 10. September findet um 19.30 Uhr in der Schlossscheuer der Wanderführertreff statt.

Alle Wanderführer die im Wanderjahr 2004 aktiv mitgewirkt haben, sowie alle Mitglieder die bereit sind durch einen Wandervorschlag einen Beitrag für den Jahresplan 2005 einzubringen sind herzlich eingeladen. Die Gruppenleiter (oder ein Vertreter), sowie die im laufenden Wanderjahr aktiven Fotografen sind aufgerufen an diesem Abend Bildmaterial von Aktivitäten bereit zu stellen.

Wer an diesem Abend verhindert ist, kann die Wandervorschläge mit der Aufschrift "Jahresplan 2005" in den Briefkasten an der Schlossscheuer einwerfen.

Auf eine zahlreiche Beteiligung freut sich der Wanderwart mit seinem Team.


4-Tage-Bergtour in den Allgäuer Alpen mit Heilbronner Weg

Zehn erfahrene Bergwanderer — darunter unser Schutzengel Steffi und ein erwartungsvoller Gast aus Freiberg (Sachsen) - fuhren am Sonntag, dem 15. August 2004 gut gelaunt nach Oberstdorf, unserem Ausgangspunkt einer anspruchsvollen Bergtour in den Allgäuer Alpen. Mit dem Bus ging es hinein ins Stillach-Tal zur Endstation Birgsau (956m). Bei unfreundlichem Wetter stiegen wir keuchend und schwitzend über Einödsbach, Peters Alpe und Enzianhütte bis zur Rappenseehütte (2091m) auf. Die Mühen wurden mit einem reizvollen Fernblick in die Berge und Täler sowie mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. Mit einem zünftigen Bergsteigeressen und mit einer Enzian-Runde von Hans verbrachten wir einen gemütlichen Abend in dieser rappelvollen Hütte.

Nach einer erholsamen Nachtruhe wurden wir am Montag mit strahlendem Sonnenschein geweckt. In aller Frühe ging es dann auch auf große Tour zum Heilbronner Weg. Nach einem Aufstieg zur großen Steinscharte (2.263m) und durch das obere Wieslekar, bestiegen wir das Hohe Licht (2.651m). Dem Heilbronner Weg folgend wanderten wir über die Kleine Steinscharte (2.541m), den Steinschartenkopf (2.615m), die Socktalscharte (2.446m), den Bockkarkopf (2.609m), die Bockscharscharte (2.522m), das Schneefeld des Schwarzmilzferners, die Schwarze Milz (2.250m) und das Mädelejoch (1.974m) zur Kemptner Hütte (1.844m). Die anstrengende Tour war mehrfach gespickt mit Klettereinlagen, die von den Wanderern Schwindelfreiheit und sportliche Fitness erforderten. In der Kemptner Hütte - unserer Bleibe für zwei Nächte - fühlten wir uns sofort wohl. In einer sehr freundlichen und angenehmen Atmosphäre verbrachten wir erholsame und gemütliche Stunden. Vor allem bereiteten uns abends die reichhaltigen und abwechslungsreichen 4-Gang-Menüs viel Vergnügen. In der Freizeit konnten in der nahen Umgebung bei kurzen Spaziergängen die blumenreichen Bergwiesen bewundert und die reizenden Murmeltiere beobachtet werden.

Am Dienstag früh brachen acht Hartnäckige zur Besteigung des Großen Krottenkopfes (2.657m), dem höchsten Berg der Allgäuer Alpen, auf. Über das Obere Mädelejoch (2.033m) und die Krottenkopfscharte (2.350m) ging es dann steil und beschwerlich hinauf zum Gipfel. Eine wunderbare Fernsicht zu den umliegenden Bergketten sowie der Blick auf unsere gestrige Route belohnten unsere Mühen. Nach einem zügigen Abstieg wurde unser Plan, auf dem Rückweg auch noch den Hausberg der Hütte - den Muttlerkopf (2.366m) - zu besteigen, leider durch drohende, dunkle Wolken und schließlich Regen, zunichte gemacht.

Am Mittwoch, dem letzten Tag unserer Bergtour, kämpften wir uns nach einem frühen Aufstieg zum Höhenweg über den Fürschießer Sattel (2.208m) bei Regen und Sturm auf einem abenteuerlichen Grat über das Kreuzeck (2.375m) bis zum Raueck (2.385m) durch. Kurze, heitere Abschnitte bescherten uns ein prächtiges Panorama, das uns immer wieder zum Verweilen, Besinnen und Fotografieren animierte. Sonnenschein begleitete unseren schwierigen und strapaziösen Abstieg über den Älpelesattel (1.780m) in das Dietersbachtal. Schwüle Hitze empfing uns und wir erfrischten uns in der Dietersbach-Alp (1.325m) mit kühler Milch oder Buttermilch von der Kuh "Heidi". Fröhlich und müde zugleich erreichten wir nach langer, schweißtreibender Talwanderung über Gerstruben und Dietersberg unseren Ausgangspunkt in Oberstdorf (ca. 800m).

Zufrieden und glücklich über die erlebnisreichen Tage fuhren wir mit vielen Eindrücken aus der Allgäuer Bergwelt wieder nach Hause.

Alle Wanderfreunde bedanken sich herzlich bei Manfred Boscher für die hervorragende Vorbereitung sowie bei den Wanderführern Herrmann Cech und Hans Merkt für den reibungslosen Ablauf der Tour.

Bernd Seidel Freiberg (Sachsen)